

Kurz darauf, die Feuerwehr war gerade bei den Nachbarn im Einsatz, krachte es im Gebälk und mein erster Gedanke war, jetzt hat es das Haus getroffen.
Eine mächtige Fichte war entwurzelt worden, doch wir hatten unwahrscheinliches Glück: weder das Haus, noch das Auto oder der Zaun wurden beschädigt. Unvorstellbar, wenn die Fichte auf das Hausdach gefallen wäre. Die Feuerwehr war von der Umwelt abgeschlossen, da die Fichte die gesamte Straße absperrte und konnte somit gleich zum nächsten Einsatz schreiten.



Als der Sturm etwas nachließ, begann Alois mit den Aufräumungsarbeiten. Handarbeit war gefragt, denn aufgrund des Stromausfalls, der den ganzen Tag andauerte, konnte die Elektrosäge nicht in Betrieb genommen werden.
Die Heimreise am Nachmittag war auch nicht einfach. Nach einigen Kilometern Autofahrt wurden wir von der Polizei wieder zurückgeschickt, da das Feistritztal aufgrund entwurzelter Bäume unpassierbar war, ebenso sämtliche Ersatzstraßen. Eine einzige Straße nach Graz war ungehindert befahrbar.Dies war der stärkste Sturm seit 20 Jahren, sagen die Meteorologen, und wir hoffen, dass wir so schnell auch keinen weiteren erleben müssen. Ganze Wälder wurden vom Sturm gerodet, tausende Haushalte waren stundenlang ohne Strom.
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