Sonntag, Januar 27, 2008

Sturm in St. Jakob

Dies war ein sehr stürmisches Wochenende im ganzen Land. War der Samstag noch wunderbar sonnig und warm, wurde für die Nacht auf Sonntag Sturm bis zu 150km/h vorhergesagt. Wir haben ja schon einige Stürme in St. Jakob erlebt, doch dieser Sturm lehrte uns das Fürchten vor dieser Naturgewalt. Nach einer sehr stürmischen Nacht, in der Gevatter Sturm heftig am Haus rüttelte, mußten wir feststellen, dass wir keine Stromversorgung im Haus hatten. Ein Blick aus dem Fenster zeigte, dass nicht nur die Stromleitung sondern auch unser Garten von geknickten Fichten getroffen worden war. Während wir aus dem Fenster sahen, wurde eine weitere Fichte entwurzelt und fiel wie in Zeitlupe zu Boden.


Kurz darauf, die Feuerwehr war gerade bei den Nachbarn im Einsatz, krachte es im Gebälk und mein erster Gedanke war, jetzt hat es das Haus getroffen.

Eine mächtige Fichte war entwurzelt worden, doch wir hatten unwahrscheinliches Glück: weder das Haus, noch das Auto oder der Zaun wurden beschädigt. Unvorstellbar, wenn die Fichte auf das Hausdach gefallen wäre. Die Feuerwehr war von der Umwelt abgeschlossen, da die Fichte die gesamte Straße absperrte und konnte somit gleich zum nächsten Einsatz schreiten.





Als der Sturm etwas nachließ, begann Alois mit den Aufräumungsarbeiten. Handarbeit war gefragt, denn aufgrund des Stromausfalls, der den ganzen Tag andauerte, konnte die Elektrosäge nicht in Betrieb genommen werden.


Die Heimreise am Nachmittag war auch nicht einfach. Nach einigen Kilometern Autofahrt wurden wir von der Polizei wieder zurückgeschickt, da das Feistritztal aufgrund entwurzelter Bäume unpassierbar war, ebenso sämtliche Ersatzstraßen. Eine einzige Straße nach Graz war ungehindert befahrbar.

Dies war der stärkste Sturm seit 20 Jahren, sagen die Meteorologen, und wir hoffen, dass wir so schnell auch keinen weiteren erleben müssen. Ganze Wälder wurden vom Sturm gerodet, tausende Haushalte waren stundenlang ohne Strom.

Montag, Januar 14, 2008

Darmstadt - Heidelberg

Am 13.12. flogen mein Kollege Lars und ich zur Weihnachtsfeier des Fraunhofer IGD nach Darmstadt. Wir starteten bei Sonnenschein in Graz (Bild unten Blick auf Graz) ...
... und wurden in Köln mit einer Nebelsuppe empfangen. Der Kölner Dom in der Mitte des Bildes ist nur schemenhaft zu sehen.
Doch siehe da: kaum hatten wir Köln mit der Schnellbahn erreicht, hatten wir herrlichen Sonnenschein und wolkenlos blauen Himmel ... Ja, wenn Engerl reisen :-).

Natürlich mussten wir auch den Glühwein am Kölner Weihnachtsmarkt verkosten.

Auch die Rheinländer sind nicht immer leicht zu verstehen: Rievkooche = Reibekuchen.

Am nächsten Tag stand die Weihnachtsfeier in Darmstadt am Programm und Groß und Klein wartete auf den Weihnachtsmann.
Torsten, Lars, Wolfgang beobachteten das Geschehen von der Galerie.

Der Weihnachtsmann brachte Geschenke für die Kinder der Fraunhofer IGD- und TU Darmstadt (GRIS)-Mitarbeiter bis zum 14. Lebensjahr. Die Kinder ihrerseits durften Kunststücke zum Besten geben.

Mitarbeiter bereicherten den Abend mit klassischer Musik.
Nach der Weihnachtsansprache des Leiters wurde das Buffet eröffnet und meine fotografische Tätigkeit für diesen Tag eingestellt :-).


Heidelberg:
Nachdem unser Rückflug erst am Sonntag ging, nutzten wir den Samstag für einen Ausflug in das nahe gelegene Heidelberg.

Auch hier war die Innenstadt ein einziger Weihnachtsmarkt - aber sehr geschmackvoll (auch der Glühwein). Diese Dienstreise war irgendwie auch ein Weihnachtsmarkttrip :-).

Blick auf Heidelberg vom Schloss.

Das Schloss ist eigentlich eine Ruine. Der Bau der Anlage erfolgte in 2 Abschnitten: der erste Abschnitt umfasst die spätmittelalterlichen Befestigungs-und Wohnbauten von circa 1400 bis 1544, der zweite den Ausbau zur Schlossanlage mit repräsentativen Palastbauten im Renaissance-Stil und dem prächtigen Schlossgarten (Hortus Palatinus) bis zur Zerstörung Heidelbergs 1689 und 1693.


Vom Schloss kann man mit einer Bahn auf den Königsstuhl fahren und von dort einen wunderschönen Ausblick genießen.


Blick auf Heidelberg und das Schloss von der anderen Seite des Neckar Ufers. Rechts vom Schloss ist die Bahntrasse und die Mittelstation zu sehen. Die Bergbahn verläuft anschließend weiter nach links bis zum Sender direkt oberhalb des Schlosses - der Königsstuhl.

Für die Rückreise von Darmstadt nach Köln-Bonn wählten wir die Fahrt entlang des Rheins. Diese erinnert an die liebliche Landschaft in der Wachau.