Montag, Oktober 30, 2006

Katerloch

Am Sonntag machten wir eine IGI-Exkursion ins Katerloch. Das Katerloch wurde vermutlich im 18. Jhd. entdeckt, der Höhleneingang ist 20m breit und 10m hoch. Die männlichen Eulen, die diese Höhle bewohnen, heißen "Kater", daher der Name der Höhle. Der Eingang der Höhle liegt auf 900 m Seehöhe im Norden von Weiz. Das Gestein der Höhe, der Schöckelkalk, stammt aus dem Paläozoikum und ist mindestens 350 Millionen Jahre alt. In der Höhle herrscht eine konstante Temperatur von 5 Grad Celsius. Das Katerloch ist Österreichs tropfsteinreichste Schauhöhle und kann seit 2004, nachdem sie 20 Jahre für die Öffentlichkeit geschlossen war, wieder von Kleingruppen besichtigt werden. Die Führung dauert ca. 2 Stunden, der Führungsweg ist ca. 1 km lang und geht über Serpentinen, Eisentreppen und Stufen. Durch das imposante Höhlenportal gelangten wir in das Innere der Eingangshalle.

Die letzten Lichtstrahlen ermöglichen das Wachstum von Moos und Algen.
Durch dieses Loch erfolgte der Abstieg. Wir stiegen 135 m in die Tiefe.



"Fantasiehalle" - Tropfsteinurwald von ca. 4.000 Tropfsteinstrukturen
auf 10.000 m2.
Wir waren tief beeindruckt von dieser unterirdischen Märchenwelt und den mächtigen Tropfsteingebilden.



"Denkmalstein"

Das "Zauberreich".




Dass "Seeparadies" liegt an der tiefsten Stelle der Höhle.
Nun mussten wir die 135m wieder hinaufsteigen...

... und wurden von den ersten Lichtstrahlen in Empfang genommen.
Große Verdienste um die Höhle machten sich Hermann und Regina Hofer. Auf ihrer Hochzeitsreise im Jahr 1950 kamen sie ins Dürntal und widmeten fortan ihr Leben der Erforschung des Katerlochs und der benachbarten Grasslhöhle. Es gelang ihnen den 70m tiefen Eulenschacht zu überwinden und sie entdeckten in den Folgejahren durch mühsamste Arbeit und Sprengungen weitere Raumsysteme.

Nachdem der Abstieg sehr mühsam war, blieb das Ehepaar meist 1 Woche in der Höhle und kam nur an den Wochenenden wieder ans Tageslicht um Proviant und Baumaterial zu holen. Einmal blieben sie 3 Wochen in der Höhle. Für mich ist das unvorstellbar, mich fröstelte schon nach 1 Stunde Aufenthalt in der Höhle.

Zuerst wohnte das Ehepaar nur in einem Zelt vor dem Eingang zur Höhle, später errichteten sie diese sehr bescheidene Holzhütte. Hermann Hofer war ein Pionier der österreichischen Höhlenforschung und verstarb im Jahr 2003 im 95. Lebensjahr, seine Frau bereits 1995 mit 83 Jahren.

Dank an Werner für die tollen Fotos. Er fiel mir schwer, eine Auswahl zu treffen. Besonderen Dank an Daniela, die diese eindrucksvolle Führung organisierte.

Mittwoch, Oktober 25, 2006

Schloss Frondsberg

Über dem Feistritztal thront das Schloss Frondsberg aus dem 13. Jahrhundert. Auf unserer Fahrt nach St. Jakob, zwischen Anger und Birkfeld, fahren wir jedesmal daran vorbei, doch diesmal machten wir einen Zwischenstopp. Es war schon nach Sonnenuntergang, wodurch die Stimmung sehr mystisch war.






Dieses Tor bedeutete das Ende unserer Besichtigung (das war sehr enttäuschend für mich). Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist nur im Rahmen kultureller Veranstaltungen für Besucher zugänglich. Die 1265 erstmals erwähnte mittelalterliche Ringburganlage wurde zwischen 1560-1600 zum Renaissanceschloss umgebaut. So müssen wir uns mit einem Foto aus dem Internet begnügen.
Dieser alte Stich zeigt das Schloss im 13. Jahrhundert.

Herbst im Joglland

Sonnenaufgang













Montag, Oktober 02, 2006

Weinlese in der Südsteiermark

Am Sonntag waren wir zum Weinlesen in Ratsch an der Weinstraße. Ratsch liegt an der Grenze zu Slowenien. Ich habe mich schon sehr auf das Weinlesen gefreut, einzig das Aufstehen am Sonntag um 6:30 war etwas hart für mich. Auf der Fahrt in die Südsteiermark begleitete uns zum Teil starker Nebel, doch in Ratsch hatte bereits die Sonne die Oberhand.

Die Welschriesling-Trauben auf diesem recht steilen Hang waren zu lesen. Die Trauben schmeckten wunderbar süß.



Von der Traube in die Tonne ...


Die faulen Trauben müssen entfernt werden, denn Reinheit ist das oberste Gebot in diesem Winzerbetrieb, um Qualitätsweine zu erhalten.


Heinz war sehr schnell beim Lesen. Seine Antrieb war - so vermuteten wir - die Zigarettenpause am Ende jeder Zeile (=Reihe).

Am Ende der Zeile und gleichzeitig am "Gipfel" des Weinberges. Dann gings wieder hinunter, was für mich angenehmer war und wieder hinauf, etc. Mittlerweile war es sehr heiß geworden - es hatte sicher an die 30 Grad am Weinhang.

Ein Teil unserer Arbeit wird abtransportiert. Am Nachmittag nach getaner Arbeit erwartete uns wunderbare Hausmannskost.


Und frischer Sturm! Wir tranken ein paar Gläser auf Robin und David. PROST!

Und zum Abschluss, wie könnte es anders sein, ein Schnapserl.
Unser Arbeitstag war somit zu Ende, für Franz, den Jungwinzer, dauerte er noch bis spät in die Nacht. Die geernteten Trauben wurden abgerebelt ...

... die Maschine macht das so sanft wie von Hand bearbeitet.
Danach wurden die Trauben in die Presse gepumpt ...

Bereits im November kann der Junker verkostet werden und im nächsten Jahr werden wir wissen, wie gut die heurige Lese sein wird.